Widerristhöhe:     35-41 cm

Gewicht:               8-11 kg

Alter:                   ca. 13 Jahre

Ursprungsland:     Japan                                                      

Fell:                     rot, black tan, sesam

sonstiges:         kinderfreundlich, für Stadtwohnung geeignet, fühlt sich im kalten 

                        Klima wohl, Verträglichkeit mit anderen Artgenossen gut, Wachhund

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Etwas zur Geschichte:

Der Shiba Inu ist eine uralte ursprünglich japanische Rasse. Das Wort "Shiba" weist auf etwas Kleines hin, auf einen kleinen Hund. Sein natürlicher Lebensraum war die bergige Gegend am japanischen Meer, wo er für die Jagd auf kleines Wild und auf Vögel verwendet wurde. Je nach Ursprungsort bestanden kleine Unterschiede zwischen den Tieren innerhalb der Rasse.

In Japan hat man bei Ausgrabungen häufig entdeckt, dass der Mensch mit seinem Hund zusammen beerdigt wurde. Offensichtlich war dieser Hund der Jagdbegleiter der beerdigten Person. Aufgrund dieser Knochenreste konnte festgestellt werden, dass der Hund von damals dem heutigen Shiba sehr ähnelte. Seit weit über 10 000 Jahren leben diese Hunde mit dem Menschen zusammen.

Der reine Shiba drohte auszusterben.

Um das Jahr 1928 begannen Jäger und Gelehrte sich um die Erhaltung des reinrassigen Shiba Inu zu kümmern, indem sie die wenigen reinen Blutlinien erhielten; im Jahre 1934 wurde ein einheitlicher Standard aufgestellt. 1937 wurde der Shiba Inu zum "Naturdenkmal" erklärt, worauf die Rasse bis zum Erreichen des heute bekannten vorzüglichen Erscheinungsbildes gezüchtet und verbessert wurde.

Er ist heute noch recht selten, da er aber schon in ganz Deutschland vertreten ist, kann es hin und wieder vorkommen, dass man ihn auch zu Gesicht bekommt.

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Die Enstehung unserer Shiba`s:

Wir sind beide mit Hunden groß geworden und wollten uns als gegenseitiges Hochzeitsgeschenk einen Hund kaufen, aber welche Rasse passt zu uns?! Nun saßen wir in Brack Creek am Kamin und blätterten in einem großen Hundebuch herum und dieses war wirklich groß! Wir beide wurden fündig, allerdings mit unterschiedlichen Rassen, was nun?! Ein zu großer Hund kam für uns nicht in Frage aber zu klein sollte er dann auch wieder nicht sein. Welcher ist nun der Richtige? Für uns spielten viele Faktoren eine Rolle. Er sollte kinderlieb, gut verträglich mit anderen Tieren, sich in jedem Klima wohlfühlen und ganz wichtig, er sollte für die Wohnung geeignet sein. So kamen wir dann auf den Shiba Inu. Dieser erfüllte all unsere Kriterien und war weder zu groß noch zu klein. Wieder in Deutschland angekommen blätterten wir zahlreiche Zeitungen durch und siehe da, ein Shiba Inu Mädel stand zum Verkauf. So wurde unsere erste Hündin namens Shiba geboren.

Nach einiger Zeit überlegten wir noch einen Buben dazu zu holen, nicht unbedingt zum züchten! Nichts sprach dagegen, Platz war genug. Also wurde unser Daxter 2005 nach langer Suche geboren. Als wir sahen und miterleben durften, wie die Harmonie zwischen Beiden wuchs und wuchs, der Zusammenhalt immer und immer stärker wurde, stellten wir fest, dass zwei Hunde viel mehr Spaß machen als nur einer und so entschieden wir ziemlich schnell, wir wollen noch einen Dritten. Dieser ist nun im Februar 2007 in unser Heim einzgezogen.

Hunde im Rudel verhalten sich ganz anders wie Einzeltiere und so lernt und erlebt man täglich Neues! Es macht einfach nur Spaß ihnen im Leben und im Umgang mit anderen Artgenossen zuzusehen!

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Text aus Quelle Partner Hund, Ausgabe April 2011

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SHIBA INU

JAPANS

schönster Export


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Ganz schön attraktiv, dieser Shiba Inu. Doch gutes Aussehen ist nicht alles.

Wer mit dem kleinen Japaner glücklich werden will, braucht den nötigen Hundeverstand

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Die Schönheit es Shiba Inus kommt vor allem von seinem lächelnden Gesichtsausdruck und seinem schönen Fell. Durch die voneinander abgetrennten Bergregionen Japans entstanden viele Shiba-Inu-Lokalschläge, wie sich noch heute an der Fellfarbenvielfalt dieser Rasse zeigt. Erlaubt sind Rotgelb, Rotgelb-Sesam (eine Mischung aus Rotgelb, Schwarz und Weiß), Schwarz-Rot mit weißem Abzeichen, Schwarz-Sesam und Reinweiß, jedoch nicht komplett schwarze Hunde.

Als besonders schön wird bei Shiba Inus intensives Rotgelb empfunden.

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KLEINER HUND MIT GROSSEM MUT

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Shiba Inu heißt im Dialekt der japanischen Provinz Nagaro "kleiner Hund". Jedoch ist "klein" hier ein relativer Begriff angesichts einer Schulterhöhe zwischen 37 und 40 cm. Manchmal wird er deshalb auch zu den mittelgroßen Hunden gezählt. Die Fähigkeiten des Shiba Inus nutzte man früher vor allem zum Wachen und zum Jagen von kleinerem Wild und Vögeln. Besonders angriffslustige Vertreter wurden sogar zur Jagd auf Bären und Wildschweine eingesetzt. Der immer noch stark ausgeprägte Jagdtrieb kann heutige Besitzer vor große Probleme stellen. Es gibt Shiba Inus, die tatsächlich abrufbar sind. Aber es ist kein Verlass darauf, dass man es hinbekommt. Besser, man stellt sich darauf ein, dass man den Shiba Inu zwischenzeitlich an der Leine führen muss.

Trotzdem sollte das Trainieren des Abrufens nicht gleich aufgegeben werden. Die Chancen stehen gut, wenn der aufgeweckte Shiba Inu volles Vertrauen zu seinem Besitzer hat und dieser seinen Hund durch viel Freude zu motivieren versteht.

Die Wachsamkeit als einst sehr geschätzte Eigenschaft ist beim Shiba Inu ebenfalls erhalten geblieben. Er ist sehr aufmerksam und hellhörig. Ein gewisses Misstrauen gegenüber Fremden gehört dazu. Der Shiba Inu kann bei kleinsten Änderungen in seiner gewohnten Umgebung auch mal laut werden. Neben dem normalen Bellen gibt die urtümliche Spitzhunderasse auch ganz außergwöhnliche Töne von sich. Die speziellen Laute hören meist nur enge menschliche Vertraute, wenn der Shiba Inu seine Freude ausdrückt. Dies kann, wenn man nach Hause kommt, schon mal wie ein "Juuhuu" klingen.

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Auch schwarze Shiba Inus gibt es. Sie müssen allerdings

laut Standard an bestimmten Körperpartien auch helle

Abzeichen aufweisen

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MAG WEDER DRUCK NOCH STRAFEN

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Ein Shiba Inu ist eigenständig, aufgeweckt, treu und scharfsinnig. Zudem hat er weitere Eigenschaften wie Sensibilität, Intelligenz, Neugierde, Stolz und Mut - ein wunderbares und breites Verhaltensrepertoire. Über zwei Wesensmerkmale, eine eventuell problematische und eine an sich erfreuliche, sollte sich ein neuer Shiba-Inu-Halter unbedingt im Klaren sein.

Erstens: Der Shiba Inu kann sehr dickköpfig sein. Auf Druck und Strafen reagiert er kontraproduktiv - Fehlverhalten  und vor allem Dominanzprobleme sind die Folge. Ein Shiba Inu sollte in Freundschaft erzogen werden, was mehr Zeit in Anspruch nimmt. Man muss konsequent und dabei nicht etwa hart sein, sondern liebevoll.

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Der Schalk sitzt dem Shiba Inu nicht nur im Nacken, er lacht ihm richtig aus dem Gesicht. Sein Besitzer darf sich auf ein abwechselungsreiches Verhaltensrepertoire freuen.

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Der Shiba Inu ist neugierig, sehr verspielt und lebhaft. Er braucht unbedingt die Nähe zu seinem Menschen, nicht nur, wenn er noch ganz klein ist. Nicht zu verachten ist jedoch sein Jagdtrieb.

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Zweitens ist es wichtig zu wissen: Der Shiba Inu ist enorm anpassungsfähig, was seine Lebensumstände betrifft. Dies führt dazu, dass unterschiedlichste Informationen, zum Beispiel zum Bewegungsbedürfnis, kursieren. Sie reichen von Leinengassi bis zum Ausdauersport. Ein bis zwei normale Spaziergänge, gerne mit ausgelassenem Tollen, reichen aus, wenn die Möglichkeit für den Hund besteht, sich zwischendurch zu versäubern. Ihm sei enger Kontakt zum Besitzer wichtiger als stundenlanger Auslauf.

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DER SHIBA INU UND KLEINE KINDER

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Da viele junge Familien einen verspielten Kameraden suchen, der nicht zu viel Aufmerksamkeit benötigt, damit die Kinder im Mittelpunkt stehen können, fällt die Entscheidung oft zugunsten eines Shiba Inus.

Kleine Kinder passen nicht besonders gut zu dem  sensiblen Hund. Ziemlich leicht zu verunsichern, kann selbst ein gut erzogener Shiba Inu mal zuschnappen.

Gütig-geduldige, hundeverständige Besitzer, die Zeit für einen Spaziergang haben, sind für ihn am besten geeignet. Sein vielgerühmter Charme, vor allem durch seine Treue und Anhänglichkeit begründet, ist kein Mythos. Allerdings kommt er nur unter korrekter Haltung und mit einiger Arbeit zum Tragen - sonst neigt die Rasse zu Verhaltensproblemen, was ihm hin und wieder einen schlechten Ruf verpasst.

Schlecht oder kaum erzogene Shiba Inus aus dem Tierschutz sind nur hundeerfahrenen Haltern zu empfehlen. Diese können mithilfe des nötigen Fachwissens, viel Zeit und Geduld, aber auch mit geistiger Auslastung versuchen, die Erziehungsfehler halbwegs zu korrigieren. Beim Spielen - wichtig fürs artgerechte Auslasten dieses alten Wach- und Jagdhundes - sollte er jedoch immer wieder gemäßigt werden. Denn sein Überschäumen ist ebenfalls eine von vielen Möglichkeiten im breiten Verhaltensrepertoire eines Shiba Inus. Er liebt das Suchen, aber auch mal Zerren und sogar das Apportieren. Gute Informationen vor der Anschaffung eines Hundes sind ohnehin Pflicht. Beim Shiba Inu zahlen sie sich als besonders aus. Denn wer sich über seine Eigenschaften im Klaren und bereit ist, Zeit und Aufmerksamkeit zu investieren, kann sich mit ihm über einen prima Freund fürs Leben freuen.

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