Zitat aus dem Magazin PetProfi news September 2009


Diagnose Kryptorchismus

Wenn die Hoden nicht ankommen - Schicksal oder Kampfansage?

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Ungesundes Erbe: Konsequenzen für die Zucht

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Für die Zucht dürfen betroffene Rüden ohnehin nicht mehr eingesetzt werden. Es ist mittlerweile zweifelsfrei geklärt, dass die Störung polygen (mehrere Gene sind beteiligt) in einem rezessiven Erbgang vererbt wird. Das bedeutet: Wenn in einem Wurf kryptorchide Welpen vorkommen, kann man sicher sein, dass beide scheinbar gesunden Elterntiere Gene zum Defekt beigesteuert haben. Eine solche Paarung darf demnach NICHT wiederholt und stattdessen ein besonderes Augenmerk auf die Nachkommen der zukünftigen Partner der Anlageträger gerichtet werden, damit das rezessive Gen nach Möglichkeit nicht wieder durchschlägt.

Es hat sich außerdem gezeigt, das zusammen mit dem Kryptorchismus gehäuft noch andere Erkrankungen wie Kniescheibenluxation, Hüftgelenksdysplasie und Nabelbrüche vererbt werden. Diese Tatsache sollte für den Züchter eine doppelte Motivation darstellen, Merkmals- und Anlageträger zu identifizieren.


Therapie nicht empfehlenswert


Hormontherapien, die bisweilen bei Welpen versuchsweise angewandt werden, um den Hoden doch noch "hervorzulocken", sind höchst fraglich. Da man die genauen Mechanismen der Störung nicht kennt, gibt es auch keine ursächliche Therapie. Eine Behandlung mit dem Ziel, den Rüden zur Zucht einsetzen zu können, ist abzulehnen. Für den nicht zur Zucht gedachten Familienhund ergeben sich nach erfolgter operativer Entfernung eines kryptorchiden Hoden diesbezüglich keine weiteren Probleme.

Für die Fortschritte in der Zucht dagegen ist jeder kryptorchide Nachkomme ein Warnsignal für die Besitzer der Elterntiere.

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Wie viele Kalorien hat ein Hunde-Snack?

Quelle www.royal-canin.de und Partner Hund Ausgabe Nr. 4/2010

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diese Angaben sind bezogen auf den Tagesbedarf an Energie eines 25 Kilo schweren Hundes:

- Kaustick Gelenkaktiv 22g                                 66 kcal (6%)

- Schmackos 36g                                             114 kcal (11%)

- Kauknochen aus Rinderhaut 190g                 699 kcal (66%)

- Schweineohr getrocknet 50g                         216 kcal (20%)

- Rinderlunge getrocknet 25g                          102 kcal (10%)

- Markies 72g                                                 253 kcal (24%)

- Nudeln gekocht 100g                                     61 kcal (7%)

- Hundespaghetti getrocknet 25g                   129 kcal (12%)

- Ochsenziemer 65g                                      276 kcal (26%)

- Rinderpansen getrocknet 40g                     164 kcal (15%)

- Straußenfleisch getrocknet 50g                  216 kcal (20%)

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Zwei wie Pech und Schwefel - Kleinkind und Hund

Quelle Partner Hund Ausgabe Nr. 6/2012

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Kinder und Hunde ziehen sich geradezu magisch an. Denn sie kommunizieren auf einer Ebene, die wir Erwachsenen längst verloren haben. Trotzdem müssen beide erst lernen, richtig miteinander umzugehen.

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Kein Hund wird kinderfreundlich geboren und kein Kind weiß automatisch wie es artgerecht mit einem Hund umgehen muss.

Kinder sind in ihren Bewegungen noch unkoordiniert, kreischen oder schreien herum. Dadurch fühlen Hunde sich schnell verunsichert oder gar bedroht. Wenn sie nicht davon laufen können und das Kind ihre Warnungen wie Knurren oder Zähnefletschen nicht versteht und daher nicht darauf reagiert, setzen sie sich notfalls zur Wehr. Nicht weil sie "böse" sind, sondern weil erste wichtige Anzeichen übersehen wurden.

Erst ab etwa sechs Jahren und in vollem Umfang mit rund zehn Jahren können Sie einem Kind wirklich begreiflich machen, dass es sich bei dem neuen Familienmitglied nicht um einen der vierbeinigen Superstars handelt, die es aus dem Film oder Fernsehen kennt, sondern um ein Lebewesen, das eigene Bedürfnisse hat und ein Recht darauf, diese auch zu leben. Daher sollte man Kinder unter zehn Jahren grundsätzlich nicht mit dem Hund unbeaufsichtigt lassen. Jüngere Kinder können das Verhalten von Hunden einfach noch nicht richtig einschätzen. Die meisten sehen in ihrem Hund zwar einen Freund, den sie gerne streicheln und liebkosen, andererseits testen sie an ihm auch gern die eigenen Grenzen aus. Sie ziehen ihn am Schwanz und den Ohren, stören ihn beim Schlafen in seinem Korb oder beim Fressen oder nehmen ihm sein Spielzeug weg.

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Umgang mit dem eigenen Hund

- in seinem Korb und am Rückzugsort wird der Hund in Ruhe gelassen

- am Futter- und Trinknapf und der Beschäftigung mit einem Kauartikel wird

  der Hund nicht gestört

- keine Zerrspiele machen, sondern lieber Bring- oder Versteckspiele oder

  über Hindernisse springen lassen

- hat der Hund ein geworfenes Spielzeug im Maul, wird es ihm nur  weg-

  genommen, wenn er es zurückbringt, um weiter zu spielen

- das Spiel sofort mit einem Auahh! abzubrechen, wenn der Hund zwickt

- es ist tabu, dem Hund auf den Rücken zu steigen, am Schwanz oder

  an den Ohren zu ziehen, ihn zu kitzeln, kneifen oder anzupusten

- den Hund nicht bedrängen, wenn er ausweichen will

- sich nicht über den Hund beugen

- die Hände nicht unter den Tisch stecken, wenn der Hund darunter liegt,

  er könnte sich bedrängt fühlen und schnappen

- nicht laut herumschreien oder Knallfrösche werfen

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Umgang mit fremden Hunden

- niemals zu einem fremden Hund hinlaufen und ihn ohne Erlaubnis

  des Besitzers streicheln

- nicht wegrennen, wenn sich ein Hund nähert

- dem Hund nicht in die Augen starren, sondern an ihm vorbei

  schauen. Mit gesenkten Armen ruhig stehen bleiben oder langsam

  weitergehen

- will der Hund etwas das Du in der Hand hast, es fallen lassen und

  ihm lassen

- wirst Du von einem Hund umgeworfen, zusammenkugeln und ruhig

  bleiben, bis er weg ist

- wenn Du den Nachbarhund ärgerst, merkt er sich das und könnte

  sich irgendwann rächen